Porcuna: Iberische Geschichte und Steinmetzkunst

File:La Asunción de la Virgen. Julio Romero de Torres. Cúpula de la Parroquia de Nuestra Señora de la Asunción, Porcuna (España).jpg File:La Asunción de la Virgen. Julio Romero de Torres. Cúpula de la Parroquia de Nuestra Señora de la Asunción, Porcuna (España).jpg Foto: Photo: Antonio Luis Lallena Passas

Kultur und Geschichte

Das Museo Arqueológico Municipal de Obulco verfügt über eine iberisch-römische Skulpturensammlung, zu der unter anderem die orientalische Löwin aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. und eine iberische Sirene aus dem 4. Jahrhundert v. gehören.

Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10:00 bis 14:00 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet; montags bleibt es geschlossen, der Eintritt ist frei. Das begrenzte Vormittagsfenster setzt für den Museumsbesuch einen festen zeitlichen Rahmen.

Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción besitzt Wandmalereien des cordobesischen Malers Julio Romero de Torres.

Die Casa de la Piedra wurde zwischen 1931 und 1960 vom Steinmetz Antonio Aguilera „Gronzón“ errichtet und gilt als herausragendes Beispiel der lokalen Steinmetzkunst.

Die Torre Nueva oder Torre de Boabdil wurde vom Orden von Calatrava errichtet und um 1435 fertiggestellt.

Die Cisterna Romana de La Calderona ist ein unterirdischer hydraulischer Komplex zur Wasserspeicherung, der seit mehr als zwei Jahrtausenden genutzt wird und bis heute außergewöhnlich gut erhalten ist.

Ein zeitgenössisches Zugangsgebäude mit Rampen ermöglicht den Zugang zu dieser römischen Zisterne. Damit gehört neben der unterirdischen Anlage auch ein modernes Element zu ihrer heutigen Erschließung.

Im Anfiteatro Romano de Obulco können Besucher an einem großen Abschnitt der Südfassade entlanggehen, die Eingänge und Vomitorien besichtigen und in den Bereich der Arena hinabsteigen.

Archäologie

Die archäologische Fundstätte Cerrillo Blanco liegt 2,5 Kilometer vom Ortskern von Porcuna entfernt und umfasst eine tartessische Bestattungsnekropole aus der Zeit um das 7. Jahrhundert v.

Cerrillo Blanco beherbergt den größten iberischen Skulpturenkomplex auf dem Staatsgebiet Spaniens mit mehr als dreißig Skulpturen. So verbindet der Ort die archäologische Einordnung der Nekropole mit einer außergewöhnlichen Dichte an iberischen Bildwerken.

Landschaft und Wege

Der Paseo de Jesús ist ein ausgedehnter öffentlicher Park mit einem großen Baumbestand und zahlreichen botanischen Arten.

Vom Mirador de la Redonda blickt man über die Olivenlandschaft und verschiedene Dörfer der Campiña bis zur Subbética von Córdoba und Jaén.

La Huella del Agua ist eine Wanderroute durch Porcuna und die nähere Umgebung, deren Schwerpunkt auf dem örtlichen Wassersystem liegt.

Die Ruta de la Piedra führt zu historischen Steinbrüchen, in denen der Stein noch heute handwerklich gewonnen und bearbeitet wird. Die Wege erschließen damit zwei unterschiedliche örtliche Materialien: Wasser als historisches Versorgungssystem und Stein als bis heute gepflegte Handwerkstradition.

Lokale Küche und Feste

Moje de boquerones gilt als ein eigenes und autochthones Gericht von Porcuna.

Die Romería de Alharilla ist ein Fest von touristischem Interesse in Andalusien und findet in Porcuna am zweiten Sonntag im Mai statt.

Die Feria del Aceite de Porcuna umfasst Verkostungen typischer lokaler Speisen, Kunsthandwerksstände, Vorträge und Olivenölverkostungen.

Weitere Ziele sind Huelma, Torreperogil, Pozo Alcón, Guarromán, Marmolejo, Begíjar, Torre Del Campo und Ventas del Carrizal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jaen.

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