Algatocín zwischen Genal-Tal und Bergwegen

File:Algatocin (31194920025).jpg File:Algatocin (31194920025).jpg Foto: Abel Maestro Garcia from Asunción, España via Wikimedia Commons, Public domain

Landschaft und Aussicht

Algatocín liegt auf dem Bergrücken, der die Flüsse Guadiaro und Genal voneinander trennt. Die erhöhte Lage bietet Ausblicke auf das vom Genal-Tal geprägte Umfeld. Einen Kilometer vom Zentrum entfernt liegt der Mirador del General. Von dort aus sind das Flusstal sowie die Orte Alpandeire, Faraján, Jubrique und Genalguacil zu sehen.

Wandern und Radfahren

Mehrere Wege stellen Verbindungen zu den benachbarten Orten her. Der Wanderweg PR-A 239 verbindet Benarrabá mit Algatocín und gehört zum Wegenetz des GR 141. Ebenfalls Teil dieses Wegenetzes ist der Wanderweg PR-A 238, der Benalauría mit Algatocín verbindet. Zur Ermita del Calvario außerhalb des Ortes führt ein Fußweg hinauf. Die Ruta de la Sierra ist eine weitere mit Algatocín verbundene Route.

Die technische Mountainbike-Abfahrt durch den Barranco de la Loma bei Algatocín führt über 4,3 Kilometer, weist Steigungen von nahezu 40 Prozent auf und wird nur erfahrenen Radfahrern empfohlen.

Fluss und Badestelle

Der Charco Puente de San Juan ist eine Badestelle am Genal. Dort überquert die Straße MA-8305 zwischen Algatocín und Jubrique den Fluss. Die Badestelle ist über einen Weg erreichbar, der von einer Ecke der Brücke hinunterführt.

Ortsbild und Geschichte

Das Ortsbild von Algatocín ist von engen, steilen, dem Gelände angepassten Straßen geprägt und lässt die arabische Vergangenheit erkennen. Die Plaza de la Alameda de Andalucía ist das Zentrum des Ortes. An der Hauptstraße stehen Häuser aus dem 18. Jahrhundert, deren Türen mit Familienwappen versehen sind.

Die Iglesia de Nuestra Señora del Rosario wurde der Überlieferung nach im 16. Jahrhundert über dem ehemaligen Palast einer arabischen Prinzessin errichtet. Leicht zu erkennen ist die Kirche am Keramikgewölbe ihres Glockenturms.

Handwerk, Speisen und Feste

Zur Pflanzenfaser-Handwerkstradition von Algatocín gehören Bänder und Flechtstreifen sowie „gaferas“ aus Esparto, Palmfasern, Olivenzweigen und Pita. In Algatocín werden Pflanzenfasern verflochten und mit einer Schnur aus demselben Material zu Gegenständen wie Körben und Matten vernäht. Weiterhin werden im Ort große Zambombas hergestellt; im Weiler El Salitre entstehen außerdem Palmstrohbesen.

Die Imkerei gehört zu den traditionellen Tätigkeiten von Algatocín. Mit dem Ort verbunden sind außerdem handwerklich hergestellte Chacinas aus iberischem Schweinefleisch sowie Gachas de harina mit Miel de caldera.

Beim Huerto del Niño bieten die Mayordomos gegen eine Spende ein kleines Glas Getränk und einen Orangenstrauß an. Zur Candelaria gehören eine Eucharistiefeier, die Segnung von Brotgebäck, die Präsentation Neugeborener und eine Prozession, die von der Städtischen Musikschule begleitet wird. Die Feria de San Francisco findet in Algatocín im Oktober statt.

Weitere Orte

Weitere Orte: Alhaurin El Grande, Villanueva De Tapia, Periana, Lagos, Villanueva Del Trabuco, Igualeja, Álora und Pizarra.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Málaga.

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