Guadalcanal: Mudéjar-Kultur und Sierra Norte
Natur
Guadalcanal liegt im Naturpark Sierra Norte, der von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt ist. Die Mittelgebirgslandschaft umfasst ausgedehnte Dehesas und Wälder aus Steineichen, Korkeichen, Portugiesischen Eichen, Kastanien, Kiefern, Ulmen und Olivenbäumen. Damit treffen offene Dehesa-Flächen auf Waldpartien mit einer vielfältigen Zusammensetzung aus heimischen Baumarten.
La Capitana erreicht 959 Meter und ist der höchste Punkt der Sierra Norte de Sevilla. Der Aussichtspunkt La Capitana eignet sich zur Vogelbeobachtung und bietet Ausblicke auf die Landschaft der südlichen Extremadura sowie auf die Berge und Hügel der Sierra Morena de Sevilla. Die Route Mirador de la Capitana ist 12 Kilometer lang, wobei Hin- und Rückweg einbezogen sind, dauert etwa 1 Stunde und 14 Minuten und wird als leicht eingestuft. Bei der Streckenangabe sind somit beide Richtungen bereits enthalten; die Zeitangabe bleibt ausdrücklich eine ungefähre Dauer. Guadalcanal ist als Municipio Starlight zertifiziert und eignet sich für Astronomie und die Beobachtung der Sterne.
Weitere Orte
Für Ihre weitere Ortsauswahl können Sie Valdezorras, Constantina, Mairena Del Alcor, Sanlúcar La Mayor, San Juan De Aznalfarache, Sevilla, Villanueva Del Ariscal und Camas öffnen.
Kultur und Geschichte
An den Bauwerken und bedeutenden Denkmälern Guadalcanals überwiegt der Mudéjar-Stil. La Almona diente der Getreidelagerung und gilt als eines der am besten erhaltenen Beispiele spätmittelalterlicher ziviler Architektur in Andalusien. Das Gebäude wird auf das Jahr 1307 datiert und gilt als ältestes ziviles Gebäude der Provinz Sevilla.
Das Convento del Espíritu Santo umfasst eine Kirche mit lateinischem Kreuzgrundriss und einen weitläufigen Kreuzgang in toskanischer Ordnung. Kirche und Kreuzgang gehören dabei zu derselben Klosteranlage. Die Iglesia de Santa Ana beherbergt das Centro de Interpretación de la Sierra Morena de Sevilla. Sie gilt als die älteste Kirche in Guadalcanal und wurde 1979 zum Nationalen Historisch-Künstlerischen Denkmal erklärt.
Das historische Zentrum von Guadalcanal ist als Bestandteil des historischen und künstlerischen Kulturerbes Andalusiens aufgeführt; seine Eintragung ist im BOE 103 vom 28. April 2004 vermerkt. Die Minas de Pozo Rico de Guadalcanal werden als Spaniens erstes Bergbaureservat des 16. Jahrhunderts beschrieben und waren um 1555 für ihren Silberreichtum bekannt.
Zu den kulinarischen Spezialitäten Guadalcanals gehören handwerklich hergestellte Chacinas und iberischer Schinken sowie Calderetas und Wildfleischeintöpfe. Ebenfalls zur traditionellen Küche gehören Migas mit Chorizo und traditionell zubereitetes Gazpacho.
Anreise
Von Sevilla aus ist Guadalcanal mit dem Auto über die A-432 über Cazalla de la Sierra und Alanís oder über die A-66, die Autovía de la Ruta de la Plata, erreichbar. Als Bahnhof für die Zuganreise ist Santa Justa in Sevilla benannt; für die Busanreise die Estación de Plaza de Armas.
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