Constantina: Geschichte, Natur und Wanderwege

Geschichte

Im Juni 2004 wurden der traditionelle Ortskern von Constantina und seine Umgebung als Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural, BIC) in der Kategorie eines historisch-künstlerischen Ensembles ausgewiesen.

Im Barrio de la Morería sind die muslimisch geprägten Bauformen und der muslimische Straßenverlauf weitgehend bewahrt. Das Castillo de Constantina wurde 1985 nach dem spanischen Gesetz 16/1985 über das historische Erbe als Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural, BIC) ausgewiesen. Das Castillo de Constantina hat arabische Ursprünge und steht auf den Überresten eines früheren römischen Castrums.

An der Plaza de Llano del Sol steht im historischen Zentrum ein markanter Turm mit sechs Baukörpern und einer Höhe von 50 Metern, der die Ortschaft überragt. Die Gestaltung dieses Turms wird Hernán Ruiz „El Joven“, dem Baumeister der Kathedrale von Sevilla, zugeschrieben.

Kultur

Im Centro Cívico „Rafael Martos“ umfasst die permanente ethnografische Ausstellung mehr als 250 Quadratmeter und zeigt rund 1.000 Objekte zu lokaler Geschichte, Traditionen, der agroalimentären Industrie, traditionellen Berufen und dem häuslichen Leben.

Weitere Ziele: Castilleja De La Cuesta, Sanlúcar La Mayor, Fuentes De Andalucía, Cañada Rosal, Gerena, Guadalcanal, La Lantejuela und La Puebla de Cazalla.

Natur

Das Centro de Visitantes El Robledo liegt in Constantina im Herzen des Naturparks Sierra Norte de Sevilla. Es bietet Informationen und Ausstellungen zum Schutzgebiet, eine audiovisuelle Präsentation, einen Außenbereich zur Erholung sowie Zugang zum angrenzenden botanischen Garten El Robledo.

Der Sendero Molino del Corcho folgt der Rivera del Huesna durch einen Auwald mit Erlen, Weiden, Eschen und Schwarzpappeln. Zu seiner dortigen Tierwelt gehören unter anderem Fischotter.

Wanderwege

Der Sendero Los Castañares ist als Rundweg mit einer Länge von 5.582 Metern, einer Gehzeit von etwa zwei Stunden und mittlerem Schwierigkeitsgrad ausgewiesen. Er führt durch einen außergewöhnlichen Kastanienwald und erreicht auf dem Rückweg nach Constantina die Straße zum Castillo de Constantina, wo sich Greifvögel beobachten lassen.

Der Rundweg beginnt am Ende der Alameda über die Calle Venero und den Camino de las Erillas. Er kann zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Mountainbike begangen werden und führt in die Nähe der Cueva de la Sima sowie der Ruinen der Ermita de la Yedra.

Der Sendero zum Cerro de El Hierro führt von Constantina über die Ermita de la Virgen del Robledo zum Karstgebiet des Cerro del Hierro. Die Kapelle liegt etwa 2,5 Kilometer nordöstlich von Constantina; die ersten 6,8 Kilometer verlaufen auf asphaltierter Straße.

Regionale Traditionen

Die Anistradition von Constantina entwickelte sich aus der Weinproduktion; die Destillation von aguardiente war dort im 18. Jahrhundert vollständig etabliert.

Zur Pilzkultur von Constantina gehören herbstliche Gerichte mit lokalen Pilzen und Boletus edulis. Ein Beispiel dafür ist die jährlich stattfindende Veranstaltung Jornadas Micológicas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sevilla.

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