Gerena – Granit, Geschichte und Landschaft zwischen Campiña und Sierra Morena
File:Basílica paleocristiana de Gerena, Sevilla.jpg
Foto: José Luis Filpo Cabana via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Landschaft und Wege
Gerena liegt zwischen der Campiña und der Sierra Morena und eignet sich zum Wandern und für Radtouren.
Das Agrarlandschaftsgebiet von Gerena und Olivares umfasst Olivenhaine, Trockenfeldbau und verstreute Gehölzflächen.
Auf dem Wanderweg wachsen unter anderem Olivenbäume, blühende Mandelbäume, Korkeichen, Steineichen und Eukalyptusbäume; außerdem gibt es Lavendel, Rosmarin, Zistrosen, Mohn und weitere Wildblumen.
Der Mirador de las Canteras ist ein auf einer Anhöhe des Ortes angelegter Platz mit Blick auf große Teile von Gerena, die Steinbrüche und die sevillanische Campiña.
Kultur und Geschichte
Das Museo del Cantero bietet einen selbstgeführten Rundgang mit Erläuterungstafeln, Werkzeugen, audiovisuellen Materialien und Fotoausstellungen zur Gewinnung, Verarbeitung und Vermarktung von Granit.
Die Überreste der römischen Mauer von Gerena stammen aus dem 1. Jahrhundert und umgaben einst den Siedlungskern.
Der Palacio del Marqués de Albaserrada ist ein zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichtetes Casa-Cortijo, das auf einem großen Felsen gebaut wurde.
Die Iglesia Parroquial de la Purísima Concepción besitzt Mudéjar-Bögen zwischen den beiden Kirchenteilen und eine hölzerne Artesonado-Decke.
Die Capilla de la Soledad Coronada ist ein einschiffiges Gebäude im Mudéjar-Stil; sie war eine frühere Einsiedelei und ein Hospital für Durchreisende.
Die Kapelle wurde vermutlich zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet und lag innerhalb der früheren Mauer von Gerena.
Die Basílica Paleocristiana befindet sich am Camino de la Basílica, s/n in Gerena.
Sie wird historisch mit Pilgern der südlichen Route des Camino de Santiago in Verbindung gebracht.
Die Fuente de los Caños umfasst ein aus römischer Zeit stammendes erstes Sammelbecken, die sogenannte fuente vieja, sowie Thermen.
Sie wurde 1883 restauriert; dabei blieben die Sitzgelegenheiten und die beiden Ausgüsse der Quelle erhalten.
Routen und Gastronomie
Die Ruta de Rompezapatos ist etwa 3 km lang, beginnt an der Landstraße von Gerena nach El Garrobo und endet auf dem Landgut Rompezapatos an einem kleinen Bach zwischen Oleandern und Steineichen.
Die Ruta de la Tapa de Gerena wurde in mehreren Ausgaben veranstaltet und beteiligte örtliche gastronomische Betriebe; bei einer Ausgabe nahmen 17 Betriebe teil.
Parallel dazu fanden kulturelle und touristische Aktivitäten statt, darunter touristische Routen durch den Ortskern und die natürliche Umgebung von Gerena.
Feste und Wallfahrt
Die Feria y Fiestas Patronales de Gerena sind die wichtigsten Feste der Gemeinde und finden im Frühjahr statt.
Die örtliche Feria ist mit einer Wallfahrt zu Ehren der Virgen de la Encarnación, der Schutzpatronin des Ortes, verbunden.
Zur Semana Santa de Gerena gehört eine Prozession, die jedes Jahr abwechselnd am Karsamstag oder am Ostersonntag stattfindet.
Weitere Orte
Weitere Orte sind Cerro de Hierro, Las Cabezas De San Juan, Fuentes De Andalucía, Palomares Del Rio, Montellano, Coripe, Mairena Del Alcor und El Castillo De Las Guardas.
Anreise
Zwischen Sevilla und Gerena besteht eine regelmäßige Busverbindung des Unternehmens Paulino, S.L., die am Busbahnhof Plaza de Armas in Sevilla abfährt.
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