Montellano: Natur, Wanderwege und Baugeschichte

File:Casa (Montellano) 01.jpg File:Casa (Montellano) 01.jpg Foto: CarlosVdeHabsburgo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Naturraum zwischen Fels und mediterraner Vegetation

In Montellano liegt das Naturdenkmal Tajos de Mogarejo, das 2003 unter Schutz gestellt wurde. Seine über 30 Meter hohen Felsabbrüche und die vielfältige Artenwelt, zu der auch der Karobbaum gehört, geben der Landschaft einen klaren Naturbezug. Für eine Tagesplanung bieten sich damit Naturbeobachtung und der Blick auf die Schutzgeschichte als zwei sachliche Schwerpunkte an.

An den Ufern des Bachs im Gebiet der Tajos de Mogarejo wachsen Auwälder mit zahlreichen Tamarisken. In der Umgebung gibt es mediterranen Wald und Buschland mit Karobbäumen, Palmettopalmen und Rosmarin. Die Vegetation reicht damit von den bachnahen Auwäldern bis zum mediterranen Buschland.

Ein von der Federación Andaluza de Montañismo ausgeschilderter Wanderweg beginnt an der zentralen Avenida de Ronda in Montellano. Auf diesem Weg gibt es einen aufgeforsteten Kiefernwald mit eingestreuten Steineichen, typisch mediterraner Strauchvegetation und zahlreichen Orchideen, die ab Mitte Februar erscheinen. Der Startpunkt und ihr Erscheinungszeitpunkt bieten zwei sachliche Orientierungspunkte für die Wanderplanung.

Für das Naturgebiet Tajos de Mogarejo sind Paragleiten und Drachenfliegen als Möglichkeiten genannt.

Gotische Burg und historische Bauformen

Das Castillo de Cote ist eine gotische Burg, die Ende des 13. Jahrhunderts im Auftrag von Alfons X. errichtet wurde. Der befestigte Komplex besteht aus zwei konzentrischen, von Mauern umgebenen Bereichen. Seine Turmkapelle ist als tetrabsidaler Donjon klassifiziert und gilt als einzigartig in der Architektur der Iberischen Halbinsel. Die Anlage verbindet damit eine Entstehungszeit am Ende des 13. Jahrhunderts, eine doppelte Ringstruktur und eine besondere Kapellenform.

Im Gebiet des Naturdenkmals Tajos de Mogarejo befindet sich die restaurierte Getreidemühle Molino Pintao. Die Puente de la Vera Cruz ist eine einbogige Brücke aus dem 17. Jahrhundert. Der Grundriss eines weiteren Gebäudes hat drei Schiffe, die durch paarweise angeordnete toskanische Säulen voneinander getrennt sind. Das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert, wurde aus Kalkstein und rosafarbenem Marmor aus der Sierra de San Pablo errichtet und besitzt eine barocke Steinfassade.

Die Romería de San Isidro Labrador de Montellano wurde als Fest von nationalem touristischem Interesse in Andalusien anerkannt.

Lokale Erzeugnisse und kulinarische Tradition

Zu den lokalen Erzeugnissen Montellanos gehören Landbrot, natives Olivenöl extra sowie Chacina und Wurstwaren, insbesondere Morcilla de asadura. Bei der IV. Feria de la Matanza de Montellano wurden handwerklich hergestellte Chorizos, Morcillas, Chicharrones und weitere traditionelle Produkte der Hausschlachtung präsentiert. Außerdem wurden Vorführungen zur Herstellung von Wurstwaren und verschiedene Verkostungen angeboten. Damit verbindet das kulinarische Thema konkrete Erzeugnisse mit handwerklicher Herstellung und Verkostung.

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