Villanueva del Río y Minas zwischen Bergbaugeschichte und Archäologie

File:Ayuntamiento de Villanueva del Río y Minas 01.jpg File:Ayuntamiento de Villanueva del Río y Minas 01.jpg Foto: CarlosVdeHabsburgo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Villanueva del Río y Minas verbindet mehrere präzise lesbare Seiten Andalusiens: Bergbaugeschichte, römische Archäologie, sakrale Kunst und einen markanten Landschaftsraum. Wer auf einer Reise historische Spuren nicht nur in großen Städten sucht, findet hier unterschiedliche Themen an konkreten Orten – vom Komplex Minas de la Reunión bis zur archäologischen Stätte Munigua und zur Iglesia de Santiago el Mayor.

Minas de la Reunión: Industriegeschichte und Landschaft

Der Komplex Minas de la Reunión ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Conjunto Histórico geschützt. Der historische Komplex umfasst industrielle sowie zugehörige Wohn- und Gemeinschaftseinrichtungen der Kohleförderung. Arbeitsorte, Wohnbereiche und gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen gehören damit gemeinsam zu diesem historischen Ensemble und machen verschiedene Seiten der Kohleförderung sichtbar.

Der Komplex Minas de la Reunión bildet außerdem ein Gebiet von hohem landschaftlichem Wert. Neben den baulichen und sozialen Einrichtungen der Kohleförderung gehört somit auch der Landschaftsraum zu den prägenden Merkmalen dieses Ortes. Für die Betrachtung des Industrieerbes stehen dadurch Gebäude und Landschaft in einem gemeinsamen Zusammenhang.

Minas de la Reunión wurde rehabilitiert und ist ein wichtiger Bestandteil der touristischen Ressourcen, die im Rahmen des kommunalen Tourismus-Leitplans aufgewertet werden.

Römische Archäologie in der Umgebung

In der Umgebung von Villanueva del Río y Minas liegt die römische archäologische Stätte Munigua. Zu ihr gehören ein etwa 800 Meter langer ummauerter Bereich, eine Nekropole, große Domus-Häuser, ein Forum und ein Heiligtum. Die Anlage vereint damit Befestigung, Grabbereich, Wohnhäuser, Forum und Heiligtum an einem archäologischen Ort. Gerade die unterschiedlichen Bestandteile geben der römischen Stätte eine vielschichtige Struktur.

Mudéjar-Kunst und historische Ausstattung

Die Iglesia de Santiago el Mayor in Villanueva del Río y Minas ist ein Bauwerk im Mudéjar-Stil. In der Kirche befinden sich neugotische und neoklassizistische Altarretabel mit Bildern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Ergänzt wird diese Ausstattung durch Goldschmiedearbeiten aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Pozo 5 und das Wandergebiet

Pozo 5 wurde 1893 abgeteuft. Es ist das am besten erhaltene Element des industriellen Erbes von Villanueva del Río y Minas und umfasst Gebäude von ästhetischem und archäologischem Wert. Die Jahreszahl verweist auf die lange Geschichte des Förderstandorts, während die erhaltenen Gebäude den Blick auf die bauliche Seite dieses Erbes richten.

Als Naturbezug ergänzt das Paraje Natural de los Arenales del Parroso die historischen Ziele der Gemeinde. Das Gebiet gilt als geeignet zum Wandern und eröffnet damit eine weitere thematische Perspektive auf Villanueva del Río y Minas: Neben Industrie, Archäologie und Kirchenkunst steht auch die Landschaft als Ziel für die Fußerkundung.

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Weitere Ziele ergänzen die Orientierung in Andalusien: Espartinas, El Real De La Jara, Palma Del Rio, Hinojos, Lebrija, Sanlúcar La Mayor, Benacazón und Aznalcázar.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sevilla.

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