Láujar De Andarax zwischen Sierra Nevada und Río Andarax

Am Fuß der Sierra Nevada

Laujar de Andarax liegt am Fuß der Sierra Nevada und im oberen Tal des Río Andarax auf 918 m Höhe. Gebirgslage, Flusstal und Höhenlage bestimmen damit die räumliche Einordnung des Ortes. Für einen Besuch lassen sich Naturraum und Ortsgeschichte als zwei unterschiedliche Themen lesen: Die Wege führen in bewaldete und hoch gelegene Landschaften, während Kirchen, Klosterruinen und ein palastartiges Wohnhaus konkrete Spuren der Baugeschichte zeigen. Die Höhenlage macht dabei auch den Übergang vom Tal zum Gebirgsraum sichtbar.

El Nacimiento und Wege in die Sierra Nevada

Das Erholungsgebiet El Nacimiento ist der Ursprung des Río Andarax. Unter Bäumen stehen dort Tische; außerdem gehören Kaskaden und ruhige Wasserbecken zu dem Gebiet. Das Besucherzentrum Laujar de Andarax ist von Laujar de Andarax über die Straße C-332 erreichbar, der Parkplatz liegt bei Kilometer 1. So verbindet dieser Naturraum Wasser, Schatten und einen klar bezeichneten Anfahrtspunkt.

Von El Nacimiento gehen mehrere Wanderwege durch die Sierra Nevada aus; die Senda de Monterrey gehört zu ihnen. Die Route D von Laujar de Andarax über Loma Raspa und zurück führt durch Auwälder, an vielen hundertjährigen Steineichen vorbei sowie durch aufgeforstete Kiefernwälder und Hochgebirgs-Borstgraslandschaften. Der Wechsel von Auwald, alten Steineichen, Kiefern und Borstgras gliedert den Verlauf in unterschiedliche Naturbilder und gibt einem Wandertag ein deutliches Landschaftsthema.

Baugeschichte mit unterschiedlichen Epochen

Die Iglesia Parroquial de la Encarnación wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Auch die Ermita de Nuestra Señora de la Salud stammt aus einer älteren Bauphase: Sie wurde zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert erbaut. An der Ermita unterscheiden sich außen ein Mudéjar-Stil und innen ein Barockstil. Vom Convento de San Pascual sind dagegen nur noch die Ruinen des zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert erbauten Klosters erhalten. Bauzeit, Stil und Erhaltungszustand setzen bei diesen Bauwerken verschiedene Akzente für die Beschäftigung mit dem Ort.

In der Calle Granada befindet sich eines der wenigen erhaltenen palastartigen Wohnhäuser von Laujar de Andarax. Das Haus hat drei Stockwerke und ein in weißen Stein gemeißeltes Wappen der Familie Moya. Eine Inschrift an seiner Fassade nennt 1732 als Jahr der Errichtung und Agustín Gómez als ursprünglichen Eigentümer. Die Adresse, die drei Stockwerke, das Wappen und die Inschrift machen das Gebäude bei einem Ortsrundgang an konkreten Details fest.

Auch die Brunnen gehören zu einem Spaziergang durch den Straßenraum. Eine Route entlang der Brunnen von Laujar de Andarax, die örtlich als „pilares“ bezeichnet werden, lädt zu einem Spaziergang durch die Straßen ein. Damit steht neben den Wegen durch Auwälder und Hochgebirgslandschaften eine Ortsroute, bei der die Brunnen und die Straßen den Rahmen bilden.

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