Macael: Marmor, Geschichte und Aussicht
In Macael wird Marmor mindestens seit dem 9. Jahrhundert bis in die Gegenwart ununterbrochen gewonnen und bearbeitet; bereits in der römischen Zeit wurde hier Marmor abgebaut.
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Marmor und Ortsgeschichte
La Cantería del mármol de Macael ist als Bien de Interés Cultural in den Allgemeinen Katalog des andalusischen Kulturerbes eingetragen. Die Marmorsteinbrüche von Macael liegen sehr nahe am Ortszentrum und werden seit der Antike ausgebeutet.
Aussicht und Landschaft
Der Mirador de Cosentino bietet einen sicheren Blick auf den ausgedehntesten Weißmarmorsteinbruch von Macael und auf die Abbauarbeiten mit Muldenkippern und Radladern. Vom Mirador de la Virgen del Rosario reicht der Panoramablick über Macael, die Steinbrüche, das Almanzora-Tal sowie die Sierras de los Filabres und de las Estancia.
Historische Spuren
Macael Viejo war eine historische Siedlung, die 1573 nach der Vertreibung der Morisken aufgegeben wurde. Macael Viejo bewahrt Überreste wie eine römische Villa, eine islamische Zisterne und einen mittelalterlichen Friedhof.
Die Iglesia Santa María del Rosario bewahrt einen originalen Mudéjar-Turm von 1609, ein als BIC eingestuftes Bischofswappen aus dem 17. Jahrhundert sowie wertvolle Ausstattungsstücke aus dem 17. Jahrhundert. Das Conjunto Monumental Marmoris auf der Plaza de Almería umfasst marmorene Reproduktionen römischer Bauelemente und Skulpturen. Die Fuente de los Leones auf der Plaza de la Constitución ist eine Replik des Löwenbrunnens der Alhambra.
Marmor im öffentlichen Raum
Der Mortero de Mármol ist ein im Guinness-Buch der Rekorde eingetragenes touristisches Wahrzeichen und eine Würdigung der Marmorhandwerker von Macael. Der Bulevar-Paseo de las Esculturas ist ein Freilichtmuseum mit einer umfangreichen Sammlung weißer Marmorskulpturen verschiedener Autoren, die an den nationalen Marmorbildhauerpreisen von Macael teilgenommen haben.
Vermittlung und Handwerk
Das Centro de Interpretación del Mármol dient als Besucherempfangszentrum, touristische Informationsstelle und Vermittlungsort. Zum Angebot des Centro de Interpretación del Mármol gehören eine Erfahrung im Marmorschnitzen und Aktivitäten mit Mosaiken. Das Centro de Interpretación del Mármol bietet außerdem eine multisensorische 4D-Erfahrung mit virtueller Realität zum Prozess der Marmorgewinnung.
Bei einem Besuch der Steinbrüche von Macael werden der Mirador de Cosentino und der moderne Abbauprozess vorgestellt; außerdem werden das historische Kommunikationssystem mit „caracolas“ und das traditionelle Behauen von Marmor, das „zoblar“, thematisiert und praktisch erfahrbar gemacht.
Der Sendero del Mármol verfügt über einen 450 Meter langen Abschnitt, der für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich ist und einen Aussichtspunkt mit der historischen Cantera de los Hoyos del Tío Amador verbindet.
Die historische Nachstellung „Canteros y Caciques en la lucha por el mármol“ lässt Macael im Mai in die Zeit von 1919 bis 1947 zurückkehren und zeigt typische Figuren dieser Epoche in einer entsprechend gestalteten Umgebung.
Küche und Tradition
Zur traditionellen Küche von Macael gehören Migas, Weizen- und Kürbiseintöpfe sowie Kabeljau-Eintöpfe zur Karwoche. Zu den traditionellen Süßspeisen gehören roscos fritos, hornazos de San Marcos und pan de aceite.
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