Añora: Dehesa-Landschaft, Feste und Kulturerbe
Unterkünfte in Añora
In Añora zeigt das Museo de Añora mehr als 740 Exponate zur Alltagsgeschichte, zu traditionellen Festen und zur archäologischen Vergangenheit des Ortes.
Weitere Orte: El Vacar, Córdoba, El Hoyo, Villafranca De Córdoba, Priego De Córdoba, El Cañuelo, Ribera Baja und Doña Rama.
Kultur
Ein charakteristisches Element der traditionellen Architektur von Añora sind die „fachadas de tiras“: Weißer Kalkanstrich wird dabei mit Granitlinien kombiniert, die die Struktur der Häuser nachzeichnen.
Die Puente de la Dehesa hat römische Ursprünge und wurde im 18. Jahrhundert wiederaufgebaut. Ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt die Ermita de la Virgen de la Peña, die am höchsten Punkt von Añora steht.
Im Herzen von Añora steht die Parroquia de San Sebastián, ein repräsentatives Bauwerk des historischen und spirituellen Erbes der Gemeinde. Die Ermita de San Pedro spiegelt mit ihrer Bauweise aus Stein und traditionellen Materialien die volkstümliche Architektur der Region Los Pedroches wider.
Die Küche von Añora legt den Schwerpunkt auf Gerichte mit Erzeugnissen vom Iberischen Schwein, Produkten aus dem Familiengarten und typischem Gebäck zu den jeweiligen Festen und Feiern.
Feste
La Candelaria wird in Añora am 2. Februar mit großen Freudenfeuern gefeiert; Kinder und Jugendliche sammeln dafür über mehrere Tage Holz.
Der Ostermontag, örtlich Día de los Hornazos genannt, wird mit einem Picknick im Grünen und dem typischen süßen Gebäck mit gekochtem Ei begangen. San Martín wird am 11. November mit einem Abendessen unter Freunden und Streichen mit gachas gefeiert.
Am ersten Maiwochenende öffnet Añora seine Straßen, Innenhöfe und Wohnhäuser, um eine alte gemeinschaftliche Tradition zu zeigen. Zu dieser Tradition gehören äußere Kreuze in Straßen, auf Plätzen und in Innenhöfen sowie innere Kreuze in Häusern, die zu diesem Anlass für die Öffentlichkeit geöffnet werden.
Tagsüber lässt sich Añora im Rahmen dieser Tradition wie ein Freilichtmuseum erkunden; abends gibt es traditionelle Musik und gemeinsam geteilte typische Speisen.
Natur
Die Dehesa-Landschaft von Añora umfasst traditionelle Viehhaltung, darunter die Zucht Iberischer Schweine, sowie Steineichen, portugiesische Eichen, Zistrosen, Ginster, Lavendel und Rosmarin. Zur traditionellen Nutzung der Steineichen gehörte die Herstellung einer sehr feinen Holzkohle namens „picón“, die für Kohlebecken geeignet war.
In der Natur von Añora lassen sich unter anderem Schwarzmilane, Bienenfresser, Meisen, Störche und Zwergohreulen sowie Igel, Hasen und Wildschweine beobachten.
Der Parque San Martín liegt etwa 6 km von Añora entfernt auf dem Cerro del Cuerno auf 704 m Höhe und dient als natürlicher Aussichtspunkt mit Blick über große Teile der Comarca Los Pedroches.
Die Jornadas Ornitológicas sind eine jährlich stattfindende Veranstaltung in der Comarca Los Pedroches. Zu ihr gehören Beobachtungsrouten zur Bestimmung verschiedener Vogelarten in ihrem natürlichen Lebensraum, unter anderem im Parque San Martín oder in nahegelegenen ökologisch wertvollen Gebieten, sowie Vorführungen wissenschaftlicher Beringung.
Routen
Die Ruta de La Dehesa de la Vera ist 13,8 km lang, mittelschwer und vollständig mit dem Fahrrad befahrbar. Sie führt durch eine Landschaft mit Steineichen, artenreicher Vogelwelt und Viehhaltungen und verläuft an einer alten FEVE-Eisenbahnbrücke über den Guadarramilla vorbei.
Die Ruta de La Dehesa de la Vera beginnt etwa 100 Meter von der Ermita de la Virgen de la Peña entfernt. Ihre ersten Kilometer verlaufen nach dem Abzweig auf den Camino del Molino del Cubo durch die Landschaftsbereiche Berrocoso und Cucadero.
Die Ruta de Las Encinas Centenarias ist 6,5 km lang, leicht und vollständig mit dem Fahrrad befahrbar. Die Ruta del Tejar de Santa Cruz misst 7,7 km, ist mittelschwer und vollständig mit dem Fahrrad befahrbar; sie führt an einer alten Ziegelei neben dem Bach vorbei.
Die Ruta del Pozo de la Torre ist 7 km lang, leicht und vollständig mit dem Fahrrad befahrbar. Sie bietet Ausblicke auf das Paraje del Torrequillo, das mit dem Sammeln von wildem Spargel in Verbindung steht.
Die Ruta de La Losilla ist 7,7 km lang, mittelschwer und vollständig mit dem Fahrrad befahrbar. Etwa 300 Meter hinter der Kreuzung mit dem Camino de Dos Torres kann man über einen kurzen Abstecher die archäologischen Überreste von La Losilla besichtigen. Die Ruta de La Losilla lädt dazu ein, den Rundgang am rehabilitierten Tejar de Abajo zu beenden.
Eine der Routen startet am Paraje San Martín und bietet von einem Aussichtspunkt neben der Ermita de San Martín weite Ausblicke auf die Umgebung.
Beim Añora Bikend treffen sich Ende Oktober oder Anfang November mehr als 200 Radfahrerpaare im Parque San Martín zu einer Radsportveranstaltung.
Anfahrt
Von Córdoba aus führt die offizielle Anfahrt über die N-432 bis zur Abzweigung bei Espiel, die N-502 bis Alcaracejos, die A-420 bis zur Abzweigung nach Añora und anschließend über die CP-281 nach Añora.
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