Ochavillo del Río: Kultur, Geschichte und ländliche Routen
Kultur und Geschichte
Geradlinige Straßen bewahren in Ochavillo del Río den rationalistischen Grundriss aus der karolinischen Epoche der Neuen Siedlungen Karls III. Die frühesten Hinweise auf den Ort stammen aus dem Jahr 1154 und werden dem arabischen Geografen Al-Idrisi zugeschrieben; als arabischer Ursprungsname ist Susabil überliefert. Die Iglesia Nuestra Señora del Carmen ist als Sehenswürdigkeit ausgewiesen und wurde am 16. Juli 1890 gesegnet.
An der Iglesia Nuestra Señora del Carmen hält eine Gedenktafel ihre Schenkung an das Dorf durch Ana Pulido fest. An der Plaza Real befindet sich eine der am besten erhaltenen Fassaden eines Kolonialhauses in Ochavillo del Río. Die Fassade besitzt ein kleines Fenster über der Tür; dieses Merkmal wird mit den ursprünglichen Häusern in Verbindung gebracht, die den Siedlern in diesem Teil der Provinz Córdoba übergeben wurden. Die historische Quelle von Ochavillo del Río war eines von zwei traditionellen Systemen zur gemeinschaftlichen Wasserversorgung der Bevölkerung in den Kolonisationssiedlungen. Ein Wandgemälde des Architekten Luis Valdelomar befindet sich in der Pumpstation der Bewässerungsgemeinschaft Fuente Palmera in Ochavillo del Río.
Feste und Bräuche
Zum Karneval in Ochavillo del Río gehört am Aschermittwoch die Batalla de la Harina. Zum Patronatsfest der Virgen del Carmen gehört nach der Messe auf der Plaza Real eine Prozession durch Ochavillo del Río. Die Fiesta del Emigrante findet vom 14. bis 15. August statt und umfasst Musikaufführungen, Paella sowie das traditionelle Eintauchen in den Dorfbrunnen.
In Ochavillo del Río werden Osterbräuche wie das Verbrennen des Judas und das Ziehen von Blechdosen durch die Straßen weiterhin gepflegt. Auch die Tradition der Ostereier wird dort weiterhin aktiv wiederbelebt. Die Veranstaltung Los Encuentros Literarios a la Luz de la Luna findet an Freitagabenden im Juli statt und umfasst Flamenco, Pop, Rock, Theater und literarische Präsentationen. Am Freitagabend finden in Ochavillo del Río Prozessionen mit dem Cristo de la Clemencia und der Virgen de los Dolores statt.
Mit Ochavillo del Río werden lokale Süßwaren namens negritos oder cuñas verbunden.
Routen und Landschaft
Die gesamte Ochavillo-Route kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd zurückgelegt werden. Sie beginnt an der Bibliothek des Ortes und führt über landwirtschaftliche Wege durch überwiegend vom Obstbau geprägte Flächen sowie durch Orangen-, Mandel- und Olivenhaine. Die Route überquert den Arroyo de Los Picachos, erreicht das Ufergebiet des Guadalquivir und führt auf dem Rückweg durch typische Uferlandschaften und Obsthaine.
Ochavillo del Río liegt sehr nahe am Guadalquivir und an den Ausläufern der Sierra Morena. Die Nähe von Ochavillo del Río zum Guadalquivir und zur Sierra Morena steht mit zahlreichen Wander- und Landtourismusrouten in Verbindung.
Weitere Ortsseiten
Weitere Ortsseiten erreichen Sie über La Rambla, Benamejí, Almedinilla, Doña Rama, Villanueva Del Rey, Villafranca De Córdoba, Alcaracejos und Pozoblanco.
Anreise
Ochavillo del Río ist über die Straßen CO-4313 und CO-4315 in Richtung des Weilers La Parrilla erreichbar.
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