Castril: Geschichte, Natur und Wanderwege

File:Panoramica del pueblo castril.jpg File:Panoramica del pueblo castril.jpg Foto: Andrew.brown.garcia via Wikimedia Commons, CC0

Weitere Orte auf derselben Destinationsebene sind Escúzar, Algarinejo, Los Llanos, Salar, Lentegí, Huétor - Santillán, Alhendín und Cáñar.

Geschichte und Kultur

Das historische Ensemble von Castril ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Conjunto Histórico geschützt. Die erste Glasfabrik in Castril wurde im Jahr 1504 von Hernando de Zafra nach einem katalanischen Produktionssystem gegründet. Traditionell wurde das Glas aus Sand hergestellt, der in Castril gewonnen wurde; Verunreinigungen im Sand verleihen ihm einen leicht grünen Farbton.

Ein Ratsbucheintrag aus dem Februar 1546 erwähnt das Versenden von Stieren für die Festlichkeiten der Stadt. Toros de Castril findet am zweiten Wochenende der Patronatsfeierlichkeiten statt und erstreckt sich von Freitag bis Sonntag. Die Überreste der Burg von Castril sind über das neben der Kirche gelegene Tourismusbüro zugänglich.

Im historischen Bild des Ortes stehen damit der geschützte Charakter des Ensembles, die frühe Glasproduktion und die überlieferten Festlichkeiten nebeneinander. Die Glasherstellung ist dabei nicht nur durch das Gründungsjahr überliefert: Auch das verwendete Material und der katalanische Herstellungsansatz gehören zu ihrer beschriebenen Geschichte. Der Ratsbucheintrag aus dem Jahr 1546 ergänzt diese zeitliche Einordnung um einen konkreten Hinweis auf die damaligen Stadtfeste.

Natur

Das Naturdenkmal Peña de Castril bietet Lebensraum und Zuflucht für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten aus felsigen, rauen Lebensräumen sowie für Arten von Flüssen und Uferbereichen. In den Felshohlräumen leben unter anderem Turmfalken, Steinkäuze und Schleiereulen.

Am Nacimiento del Río Castril erläutern Informationstafeln, warum Wasser mit hohem Druck aus dem Fels tritt. Die Tafeln geben außerdem Hinweise zur Geologie und Vegetation der Umgebung.

Die Naturangaben verbinden die felsigen Bereiche der Peña de Castril mit den Lebensräumen am Wasser. Dadurch erscheinen Fels, Fluss und Ufer nicht als voneinander getrennte Beschreibungen: Zu den genannten Tierarten in den Felshohlräumen kommen die Hinweise auf den Wasseraustritt sowie auf Geologie und Vegetation am Nacimiento del Río Castril.

Cerro del Cubo ist ein Berg in der Umgebung von Castril. Peña de Quesada ist ebenfalls ein Berg in der Umgebung von Castril. Morro del Buitre ist ein weiterer Berg in der Umgebung von Castril. Cabañas ist ein Berg im weiteren regionalen Umfeld von Castril.

Wandern

Ein kurzer Wanderweg in Castril führt über einen Holzsteg mit Hängebrücke. Sein Verlauf geht durch einen Tunnel über den Fluss Castril. Der Weg beginnt im Ortszentrum und führt bergab zu einem ehemaligen Elektrizitätswerk.

Das ehemalige Elektrizitätswerk ist in den Fels eines Hangs am Flusslauf eingelassen. Damit nennt die Wegbeschreibung sowohl den Ortskern als Ausgangspunkt als auch das frühere Werk als Ziel des Abstiegs.

Die Gran Senda de los Primeros Pobladores führt durch Castril. Die Route umfasst etwa sechs Tage und verbindet Huéscar, Castril, Galera, Orce, Castilléjar und La Puebla de Don Fadrique.

Für Castril ist damit sowohl ein kurzer Weg mit einzelnen baulichen Stationen als auch eine etwa sechstägige Route durch mehrere Orte beschrieben. Beim kurzen Weg liegen Ortszentrum, Flusslauf und das ehemalige Elektrizitätswerk in einer klar benannten Abfolge; die längere Route ordnet Castril in die Verbindung mit Huéscar, Galera, Orce, Castilléjar und La Puebla de Don Fadrique ein.

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