Pinos Genil: Wege und Tramgeschichte
Der homologierte Rundweg SL-A 393 „Agua que Fluye“ bietet zwei Ausgangspunkte: Er kann im Bereich Los Pinillos ebenso wie direkt im Ortszentrum von Pinos Genil begonnen werden. Die Stadtbuslinie 33 verbindet den Ort mit Los Pinillos, von wo aus der lokale Weg begonnen werden kann. Damit lässt sich der Einstieg in denselben Rundweg an zwei unterschiedlichen Stellen des Ortes ansetzen, ohne den Verlauf des Weges zu verändern.
Wege und Spaziergänge
Der Weg SL-A 393 verbindet den historischen Verlauf der Sierra-Nevada-Trambahn mit einem Spaziergang am Flussufer und durch die Altstadt von Pinos Genil. „Agua que Fluye“ ist barrierefrei. Der Weg ist für Nordic Walking geeignet und für Kinder ab drei Jahren geeignet. Außerdem ist er hundefreundlich. Die genannten Merkmale beschreiben den Weg zugleich als Spazierstrecke mit historischem Bezug, Flussufer und Ortskern als Bestandteilen seines Verlaufs.
Die geführte Route „Descubriendo a Berta Wilhelmi“ ist ein dreistündiger Interpretationsspaziergang durch das Ortszentrum und den lokalen Weg SL-A-393. Sie ist leicht anspruchsvoll und vollständig barrierefrei. Der Verlauf dieser Route verbindet damit die Ortsmitte mit dem genannten lokalen Weg. Die Dauer von drei Stunden und die Einstufung als leicht anspruchsvoll kennzeichnen den zeitlichen Umfang und den Schwierigkeitsgrad dieser Führung direkt.
Tram und Kultur
Das rehabilitierte ehemalige Bahnhofsgebäude beherbergt das Centro de Interpretación del Tranvía de la Sierra. In diesem Kulturraum können Besucher einen Teil der Geschichte Granadas anhand der Sierra-Nevada-Tram und ihrer Protagonisten kennenlernen. Die historische Nutzung des Gebäudes bleibt dabei als Teil seiner heutigen kulturellen Funktion erkennbar.
Das Centro de Interpretación del Tranvía de la Sierra bietet eine etwa einstündige Führung an. Zum Centro gehört außerdem ein bewegliches Modell, das den Verlauf der Tram bei ihrer Fahrt durch Pinos Genil nachstellt. Die Tunnel der stillgelegten Sierra-Nevada-Trambahnlinie sind bemerkenswerte Relikte. Führung, Modell und Tunnel verweisen dabei auf unterschiedliche Formen, in denen die frühere Bahnstrecke und ihre Geschichte im Ort sichtbar bleiben.
Historische Orte
Die Pfarrkirche Santa María Magdalena wurde im 16. Jahrhundert im Mudéjar-Stil errichtet. Ihr Bau erfolgte über einer ehemaligen muslimischen Moschee. Die Kirche verbindet damit ihre Bauzeit im 16. Jahrhundert mit einem früheren sakralen Ort und dem Mudéjar-Stil.
Der Alto del Cerro de la Cruz ist für seine prächtigen Ausblicke bekannt. Die Fábrica de la Luz war das erste Wasserkraftwerk der Provinz Granada. Von 1898 bis zu ihrer Schließung im Jahr 1978 versorgte sie Granada und die umliegenden Gebiete. Die Jahreszahlen markieren die lange historische Betriebsphase der Anlage und ihren späteren, abgeschlossenen Status.
Die Fábrica de Papel del Blanqueo gehörte Berta Wilhelmi. Zu ihr gehörten ein Wasserkraftwerk sowie eine große landwirtschaftliche Nutzung. In El Blanqueo führte Berta Wilhelmi die mobile Imkerei ein und modernisierte damit die Honigproduktion in der gesamten Provinz Granada. Der Ort ist dadurch zugleich mit industrieller Nutzung, Landwirtschaft und der Entwicklung der Imkerei verbunden.
Feste und Anreise
Die Festlichkeiten zu Ehren der Virgen del Rosario und San Roque finden am ersten Augustwochenende statt. Die Überlandbuslinie 390 fährt vom Paseo de los Basilios direkt ins Zentrum von Pinos Genil. Für einen Aufenthalt in Pinos Genil kann ein Hotel im Ort den praktischen Rahmen bilden.
Weitere Orte: Guájar-Alto, Alquife, Cortes De Baza, Bubión, Salar, Montejícar, La Taha, Algarinejo
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