Osuna: Herzogliche Stadt mit weiß gekalktem historischem Stadtkern

File:Osuna 2.jpg File:Osuna 2.jpg Foto: Adam Cli via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Osuna ist eine herzogliche Stadt und als kunsthistorisches Ensemble ausgewiesen. Der historische Stadtkern zeichnet sich durch ein reiches monumentales Erbe und eine typisch sevillanische, weiß gekalkte Bebauung aus.

Kultur und Geschichte

Die Colegiata de Osuna wurde 1535 gegründet. D. Juan Téllez Girón, der IV. Graf von Ureña, hatte dafür eine päpstliche Bulle erwirkt. Durch diese Bulle wurde die damalige Pfarrkirche zugleich zur Stiftskirche. Die Colegiata wurde aus Quaderstein errichtet, der aus den Steinbrüchen von Osuna gewonnen wurde.

Der erste Saal des Museo Arqueológico de Osuna zeigt prähistorische Überreste. Außerdem sind dort Reproduktionen iberischer Reliefs zu sehen, die in Osuna gefunden wurden. Das Museo Arqueológico de Osuna befindet sich heute in einem Turm des almohadischen Mauerrings aus dem 12. Jahrhundert. Dieser Turm wurde im 14. Jahrhundert von den Rittern des Calatrava-Ordens umgebaut. Zum Museo de Osuna gehört ein „Salón de Hielo y Fuego“, der der Serie „Juego de Tronos“ gewidmet ist.

In Osuna genehmigte Papst Paul III. am 10. Oktober 1548 durch die Bulle „In Supereminenti Apostolicae Sedis“ die Errichtung eines Estudio General. Diese Einrichtung stand unter dem Patrozinium der Unbefleckten Empfängnis. Die Semana Santa von Osuna wurde 1999 als „Fiesta de Interés Turístico Nacional de Andalucía“ anerkannt.

Historische Schauplätze

Die Canteras de Osuna sind ehemalige Steinbrüche auf dem Gebiet des antiken Urso. Ihre spektakulären Steinreliefs haben ihnen den Namen „Petra Andalusiens“ eingebracht. Im Coto Las Canteras diente ein natürliches Auditorium unter anderem für Fernsehdrehs, Konzerte, Rezitationen, Benefizgalas und Kulturgespräche.

Die spätantike Nekropole von Osuna ist ein Außenbereich, der täglich kostenlos besucht werden kann. Die Höhlen der Nekropole werden überwiegend der paläochristlichen Zeit zugeordnet.

Zu den Canteras gehören somit nicht nur die ehemaligen Steinbrüche auf dem Gebiet des antiken Urso, sondern auch die dort erhaltenen Steinreliefs, deren spektakuläre Wirkung die Bezeichnung „Petra Andalusiens“ geprägt hat. Ein natürliches Auditorium im Coto Las Canteras diente unter anderem für Fernsehdrehs, Konzerte, Rezitationen, Benefizgalas und Kulturgespräche.

Die historischen Orte in Osuna bewahren unterschiedliche zeitliche Bezüge. Die Nekropole wird überwiegend der paläochristlichen Zeit zugeordnet, während der Turm des Museo Arqueológico auf einen almohadischen Mauerring aus dem 12. Jahrhundert zurückgeht und im 14. Jahrhundert von den Rittern des Calatrava-Ordens umgebaut wurde. Die Colegiata wiederum verweist mit ihrer Gründung im Jahr 1535 und der verwendeten Quaderstein-Bauweise auf eine spätere Epoche.

Anreise und Wassersport

Die Autobahn A-92, die den Süden mit dem Osten Spaniens verbindet, verläuft durch das Gemeindegebiet von Osuna. Nach Osuna verkehren Züge aus Sevilla, Málaga, Granada, Almería und Cádiz.

Das Naturreservat am Río Corbones in der Provinz Sevilla gilt als schiffbar und als besonders für Wassersportler geeignet.

Weitere Orte

Weitere Orte: El Castillo De Las Guardas, Peñaflor, La Algaba, Constantina, El Viso Del Alcor, Sanlúcar La Mayor, Santiponce, Cazalla De La Sierra.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sevilla.

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