La Algaba: Mudéjar-Turm, Flusslandschaften und Feste

File:Azulejo Purísima Concepción (La Algaba).jpg File:Azulejo Purísima Concepción (La Algaba).jpg Foto: CarlosVdeHabsburgo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Torre de los Guzmanes ist ein im 15. Jahrhundert errichteter Turm im Mudéjar-Stil mit defensiver und herrschaftlicher Funktion. Um 1446 wurde sie von Juan de Guzmán y Torres, dem ersten Herrn von La Algaba, erbaut. Der 27 Meter hohe Turm verfügt über vier Stockwerke, die durch eine prächtige Treppe miteinander verbunden sind.

Kultur und Geschichte

Das CICMA – Centro de Interpretación El Cielo Mudéjar de La Algaba – vermittelt mit Erklärungstafeln, Computerausstattung und audiovisuellen 3D-Produktionen ein Verständnis für die Geschichte von La Algaba, das Aussehen der Stadt im 15. Jahrhundert, den Bau und die historischen Funktionen der Torre de los Guzmanes sowie die Geschichte der Guzmanes.

Die Iglesia Parroquial de Nuestra Señora de Las Nieves ist ein gotisch-mudéjarer Pfarrbau mit rechteckiger Hauptapsis und zwei seitlichen Kapellen an den Enden der Seitenschiffe. Die Iglesia de Ntro. Padre Jesús Nazareno, Ntra. Sra. de los Dolores, San Juan Evangelista y Santa Cruz del Convento besitzt eine neomudéjare Kassettendecke und einen dreiteiligen neobarocken Altaraufsatz.

Die Ermita de la Inmaculada Concepción y del Salvador ist mindestens seit dem 18. Jahrhundert belegt; die ersten dokumentarischen Hinweise stammen aus dem Jahr 1712. Im El-Aral-Viertel hat die Ermita ein einschiffiges Gotteshaus, und an ihrer Vorderseite befindet sich ein Camarín, in dem das in La Algaba besonders verehrte Bildnis der Inmaculada aufbewahrt wird.

Weitere Orte zur Entdeckung sind: Juan Gállego, El Cuervo De Sevilla, Los Corrales, Salteras, Villanueva Del Río Y Minas, Tocina, El Garrobo und El Pedroso.

Wasser und Natur

Die Puente Rodríguez de la Borbolla, auch „Puente Viejo“ genannt, ist eine eiserne Brücke über den Guadalquivir; ihre heutige Ausführung stammt aus dem Jahr 1936.

Los Filtros umfasst einen Uferwald, einen Erholungsbereich und ein ausgedehntes Naturgebiet am Río Rivera de Huelva. Das Gebiet bietet Lebensraum für Vögel, Säugetiere, Reptilien und Amphibien, darunter Eisvögel, Graureiher, Fischotter und Ginsterkatzen.

La Isleta bietet einen Rastplatz mit Blick auf den Río Guadalquivir sowie auf Ufergehölze wie Tamarisken, Pappeln, Weiden und Eschen.

Wege und Besichtigungen

Der Camino de la Romería besteht aus den beiden Abschnitten Colada Camino de Guillena und Callejón de las Viñas. Er eignet sich für Sport und Ausritte zu Pferd.

Die Monumente und touristischen Ressourcen von La Algaba können derzeit besichtigt werden; für einige ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Die touristischen Besichtigungen können selbstgeführt oder mit Begleitung unternommen werden und vollständig oder in zuvor ausgewählten Abschnitten erfolgen.

Anreise

Von Sevilla aus ist La Algaba über die Autobahn A-66 Ruta de la Plata bis zur Ausfahrt 805 und anschließend über die A-8079 oder über die Straße A-8006 erreichbar.

Feste und Küche

Los Candevelares ist eine jahrhundertealte, für La Algaba typische Tradition. Sie wird am 7. Dezember bei Einbruch der Dämmerung mit großen Freudenfeuern, Weihnachtsliedern und typischen Süßigkeiten begangen.

Der Carnaval de La Algaba findet im Februar statt und umfasst unter anderem den Concurso Provincial de Chirigotas sowie die große Samstagsparade durch die Hauptstraßen des Ortes.

Die Fiestas de los Toros de La Algaba finden in der zweiten Septemberwoche statt und haben eine bis ins 16. Jahrhundert zurückreichende Tradition. Sie wurden als Fest von nationalem touristischem Interesse in Andalusien anerkannt.

Cocido algabeño mit Pringá zählt zu den traditionellen Gerichten von La Algaba.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sevilla.

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