El Campillo de Rodalquilar: Vulkanlandschaft und Bergbaugeschichte

In der näheren Umgebung von El Campillo de Rodalquilar liegt El Playazo am Fuß der vulkanischen Caldera von Rodalquilar. Der Strand ist über einen betonierten Weg von der Straße AL-4200 erreichbar.

Kultur

Die Casa de los Volcanes ist Andalusiens erstes Geotourismuszentrum. Ihr Rundgang führt in die Begriffe Geodiversität und Geologie ein, vermittelt einen Einblick in die Erdzeitalter und endet in der Sala Rodalquilar mit der Bergbaugeschichte der Region. Die Casa befindet sich in einem ehemaligen Gebäude des Goldschmelzkomplexes von Rodalquilar, in dem bis in die 1960er-Jahre Gold ausgefällt und geschmolzen wurde.

Rodalquilar ist eine ehemalige Bergbausiedlung, deren Ursprünge auf den Alunitabbau des Bistums Almería zu Beginn des 16. Jahrhunderts zurückgehen. Zur späteren Bergbaugeschichte Rodalquilars gehörten Amethyste, Kaolin, Andesit, Blei, Silber und Gold; die Goldminen wurden 1966 geschlossen. Der Goldrausch in Rodalquilar begann in den 1880er-Jahren und endete in den 1990er-Jahren.

Im ehemaligen Bergbaudorf Rodalquilar befindet sich der Botanische Garten El Albardinal. Dort werden traditionelle Obst- und Getreidekulturen gezeigt; außerdem veranschaulicht der Garten den Zusammenhang zwischen traditioneller Landnutzung und Naturschutz.

Der Botanische Garten stellt in seinem Rundgang bedrohte und für die vulkanische Sierra von Cabo de Gata exklusive Arten sowie gebietsfremde, an die örtlichen Bedingungen angepasste Arten vor.

Natur

Rodalquilar liegt im Herzen des Naturparks Cabo de Gata-Níjar und befindet sich in einer vulkanischen Caldera. Der Weg S10 Cerro del Cinto Largo führt um den Cerro del Cinto durch eine vom Bergbau geprägte Vulkanlandschaft mit geologischen Formationen, Mineneingängen und verlassenen Bergbausiedlungen. Der Rundweg S10 ist 10 km lang, dauert etwa 4 Stunden und weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf.

Der Rundweg S09 Cerro del Cinto Corto ist 4,4 km lang, dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten und weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf. Entlang des S09 können sich nach Regenfällen in der Rambla de las Yeguas über Monate Wasserlachen halten, in denen Grasfrösche, Maurische Bachschildkröten und Vipernattern vorkommen; in den Buschzonen sind auch Chamäleons zu sehen.

Der Weg S12 La Molata verläuft entlang einer zerklüfteten Küste mit Klippen und kleinen Buchten und bietet Panoramablicke auf die Bucht El Playazo.

Orientierung

In Rodalquilar befindet sich das Verwaltungszentrum des Naturparks, in dem Besucher Informationen erhalten können. Der Zugang zum Botanischen Garten El Albardinal führt über die C/ Fundición durch Rodalquilar; nach der Kirche von Rodalquilar befinden sich rechts die Parkplätze des Gartens.

In der näheren Umgebung von El Campillo de Rodalquilar ist El Playazo über die ALP-326 erreichbar und verfügt über einen Parkplatz. Der Meeresboden von El Playazo weist einen großen natürlichen Reichtum auf; der Ort zählt zu den meistbesuchten Plätzen für Taucher.

Der Rad- und Fußweg-Rundkurs S16 kann in Rodalquilar begonnen werden. Der als neu bezeichnete Rundkurs ist ein Vorschlag im Rahmen des Plans für nachhaltigen Tourismus in Níjar 2022–2024 und verbindet die drei markanten Orte Los Albaricoques, Cortijo del Fraile und Rodalquilar im Naturpark Cabo de Gata-Níjar.

Weitere Ziele zur eigenständigen Entdeckung: Aguadulce, Mojácar, Garrucha, Macael, Fernán Pérez, Oria, Tabernas und Purchena.

Die Batería de San Ramón liegt am Nordende der Bucht El Playazo; ihre Bauarbeiten wurden 1768 abgeschlossen. In der näheren Umgebung von El Campillo de Rodalquilar liegt außerdem eine 1510 errichtete Festung, die dem Schutz der gegenüberliegenden Alunitminen diente.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Almeria.

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