Ogíjares: Kulturerbe, Musik und Wege
Kultur und Geschichte
Der Cerro de San Cristóbal ist als Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Archäologische Zone geschützt. Seine archäologische Abfolge umfasst Siedlungsreste vom Übergang vom späten Neolithikum zur frühen Kupferzeit und aus der mittleren Kupferzeit, eine bronzezeitliche Kammergrab-Nekropole sowie eine spätrömisch-westgotische Nekropole mit Schachtgräbern.
Die Iglesia de Nuestra Señora de la Cabeza, auch Iglesia del Santo Cristo de la Misericordia genannt, steht am Ort einer früheren Moschee. Ihr Kirchenschiff entstand zwischen 1510 und 1520, die Hauptkapelle und der Turm zwischen 1551 und 1553. Die Kirche ist ein Bau des 16. Jahrhunderts im Mudéjar-Stil mit Renaissance-Elementen und als Kulturgut von besonderem Interesse geschützt.
Die Iglesia de Santa Ana ist ein Mudéjar-Tempel aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts. Ihre Mudejar-Holzdecken überspannen das Kirchenschiff und die Hauptkapelle; Bandornamente und Mocárabe-Zapfen im Almizate prägen ihre Gestaltung. In der Kirche befindet sich außerdem ein von Diego de Pesquera geschaffenes Retabel aus der Zeit zwischen 1600 und 1649.
Die Ermita de Ecce Hommo wurde 1780 errichtet. Am Torreón de Cotilla wurden arabische Ursprünge anhand archäologischer Überreste festgestellt. Der Torreón war ein Wehrturm an einem strategischen Weg zur Stadt Garnata und besitzt zwei Türen: eine im Mudéjar-Stil und eine weitere mit dem Kreuz des Ordens von Calatrava.
Das Convento de las Carmelitas Descalzas wurde am 3. Mai 1918 von Teresa Jesús Alameda gegründet. Der neomudéjare Bau liegt um einen mittelgroßen Innenhof.
Musik, Feste und Gastronomie
Ogíjares wurde am 26. Mai 2008 wegen seiner langen Tradition musikalischer Aktivitäten zur „Villa de la Música“ erklärt. Die Escuela Municipal de Música y Danza de Ogíjares hat mehr als 700 Schülerinnen und Schüler pro Jahr; die Banda Sinfónica Municipal de Ogíjares wurde 1994 gegründet.
Am zweiten Septemberwochenende finden in Ogíjares die Fiestas Populares zu Ehren des Santísimo Cristo de la Expiración statt. Das Festival Nacional de Cante Flamenco de Ogíjares ist als Veranstaltung von touristischem Interesse anerkannt. Ogíjares unterstützt mehrere Flamenco-Wettbewerbe für Sänger und Gitarristen, darunter den Concurso de Cante für Nachwuchskünstler und den Certamen de Guitarra Manuel Cano.
Die Ruta de la Tapa de Ogíjares ist eine gastronomische Route. Ein offizieller Routenplan nennt die teilnehmenden Angebote, ihre Standorte und den Verlauf.
Wege und Grünflächen
Der Camino de las Cruces umfasst sechzehn große Steinkreuze, die den Stationen des Kreuzwegs entsprechen und am Cerro de San Cristóbal enden. Die Parks und Grünflächen von Ogíjares bieten Wege zum Spazierengehen mit Blick auf die Vega Granadina und die Sierra Nevada.
Ein neuer Park in Ogíjares umfasst auf mehr als 22.000 Quadratmetern Grünflächen, ein Amphitheater unter freiem Himmel, ein Kaktearium, Ruhebereiche und Panoramablicke. Der Circuito Pumptrack kann unter Einhaltung seiner Nutzungsregeln frei genutzt werden.
Besuch und Verkehr
Das Museo Etnográfico Molina-Ramos kann nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden. Die Iglesia de Santa Ana ist freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr im Rahmen eines freien Besuchs zugänglich. Die Iglesia de Nuestra Señora de la Cabeza kann donnerstags von 9:00 bis 13:00 Uhr öffentlich und kostenlos besichtigt werden. Der Torreón de Cotilla kann montags bis freitags von 19:00 bis 21:00 Uhr kostenlos besucht werden.
Die Buslinie 174A verkehrt als Ringlinie zwischen Granada, Ogíjares und La Zubia. Die Buslinie 170A verbindet Granada, Ogíjares und Lomalinda.
Weitere Ziele auf derselben übergeordneten Ebene sind Armilla, Huéneja, Padul, Alfacar, Güevéjar, Melegís, Benamaurel und Gor.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Granada.
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