Cumbres Mayores: Burg, Crómlech und historische Feste

File:Castillo de Cumbres Mayores 06.jpg File:Castillo de Cumbres Mayores 06.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur und Geschichte

Das Crómlech im Burghof der Burg Sancho IV wird als das bislang einzige dokumentierte Beispiel eines megalithischen Denkmals vom Typ Crómlech im Inneren einer mittelalterlichen Festung beschrieben. Das Crómlech-Gelände verfügt über Holzstege und Wege, die einen Besucherrundgang um das megalithische Denkmal bilden. Bei der Restaurierung wurden 10 der 40 dokumentierten Menhire an ihren ursprünglichen Standort im ersten Kreis des Crómlech zurückversetzt.

Der Bau der Castillo-Fortaleza de Sancho IV „El Bravo“ wird in Toro auf den 4. November 1293 datiert und erfolgte aufgrund eines Privilegs von König Sancho IV. Die Festung war das erste von Alfons XIII. am 2. August 1895 in der Provinz Huelva erklärte Nationaldenkmal. Ein vollständiger Rundgang über den Paseo de Ronda ist ungefähr einen Kilometer lang.

Die Iglesia Parroquial San Miguel Arcángel ist als Bien de Interés Cultural (BIC) eingestuft und wurde am 13.10.2010 in den Allgemeinen Katalog des andalusischen historischen Erbes eingetragen. In ihr wird das vollständigste amerikanische Erbe bewahrt, das die Diözese Huelva derzeit verwahrt. Der älteste Teil der Ermita Nuestra Señora de la Esperanza stammt aus dem Beginn des 14. Jahrhunderts.

Von der Portada del Convento de Santa Clara ist nur das Portal erhalten; es zeigt den spätgotischen Stil des 15. Jahrhunderts und gehörte zu einem der bedeutendsten Klostergebäude von Cumbres Mayores. Die Puente Romano verband Nertóbriga mit Turóbriga und half dabei, den Wasserlauf des Río Sillo zu überwinden. Die Plaza de Toros gilt als eine der wenigen atypischen Stierkampfarenen in Andalusien.

Weitere Orte sind Veredas, Alájar, Ayamonte, Jabuguillo, Hinojales, Santa Olalla del Cala, Santa Bárbara De Casa und Chucena.

Wege und Landschaft

Durch das Gemeindegebiet von Cumbres Mayores verlaufen zwei Etappen des GR-48 „Sendero Sierra Morena“, nämlich die Etappen 3 und 4. Eine Etappe des GR-48 „Sendero Sierra Morena“ verbindet Cumbres Mayores mit dem kleinen Bergdorf Hinojales. Der überwiegende Teil der GR-48-Etappe eignet sich zum Wandern, Radfahren und Reiten; einzelne Abschnitte sind auf Pfade und steiniges Gelände verengt.

Der Wanderweg von Cumbres de Enmedio nach Cumbres Mayores beginnt nördlich von Cumbres Mayores neben einem Aussichtspunkt; dort steht die Beschilderung zum Beginn des Weges. Auf dem Weg nach Cumbres Mayores eröffnet sich der Blick auf die Täler der Flüsse Múrtigas und Sillo. Der Camino de las Tres Cumbres verbindet Cumbres de San Bartolomé, Cumbres de Enmedio und Cumbres Mayores im Parque Natural Sierra de Aracena y Picos de Aroche.

Feste und Bräuche

Die Danzas de Cumbres Mayores sind im Allgemeinen Katalog des andalusischen historischen Erbes als Aktivität von ethnologischem Interesse in der Kategorie „Rituelle Tänze von Huelva“ eingetragen. Die Tänze wurden im Inneren der Pfarrkirche und auf den Straßen aufgeführt, unter anderem bei den Corpus-Christi-Prozessionen, bei religiösen Handlungen und bei der Feier der Virgen del Amparo am 8. September.

Zum Corpus Christi gehört das Freilassen junger Stiere entlang der Calle Mayor, der La Portá, bis zum Platz neben dem Castillo de Sancho IV. Der Día de los Jarros findet jedes Jahr am 14. August statt; dabei werfen sich die Einwohner zur Erinnerung an eine frühere Wallfahrt zur Ermita de la Virgen de Gracia mit Wasser. Die Kapelle lag zwischen den Bergen der Sierra Morena.

Küche und lokale Erzeugnisse

Cumbres Mayores ist für seine Wurstwaren- und Fleischindustrie aus iberischem Schweinefleisch bekannt. An der Feria Gastronómica „Saborea Cumbres Mayores“ nehmen Unternehmen aus den Bereichen iberisches Schweinefleisch, Bäckerei, Wein und Olivenöl teil.

Die Feria Gastronómica y Cultural „Saborea Cumbres Mayores“ umfasste eine traditionelle Vorführung des Zerlegens eines iberischen Schweins sowie Vorträge über die Dehesa, die Schweinezucht und die Reifung von iberischem Schinken. Der traditionelle Imbiss zur Festlichkeit der Ermita Nuestra Señora de la Esperanza ist der „Bollo Repiquiñeao“: ein Anisbrot in Form einer Eidechse, gekrönt von einem farbig verzierten gekochten Ei.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huelva.

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