Bélmez de la Moraleda: Castillo, Feste und Berglandschaft

Kultur und Geschichte

Das Castillo de Bélmez wurde zu einer der nasridischen Grenzfestungen, bevor es erst gegen die Mitte des 15. Jahrhunderts durch Truppen aus Baeza erobert werden konnte.

Seit 1985 ist das Castillo als Bien de Interés Cultural geschützt. Der erhaltene historische Mittelpunkt des Castillo de Bélmez ist der Bergfried, ein Bauwerk auf rechteckigem Grundriss, das ursprünglich vermutlich drei Geschosse hoch war. Die Angabe von drei vermuteten Geschossen bezieht sich dabei auf den Bergfried, der den erhaltenen historischen Mittelpunkt der Anlage bildet.

Nahe der Ortschaft liegt die zylindrische Torre del Lucero, deren Aufgabe in der Überwachung der Südwestroute nach Huelma bestand. Neben ihrer zylindrischen Form ist damit auch die überwachte Richtung überliefert.

Die Torre del Sol trägt auch den Namen Torre de Bélmez. Der runde Bruchsteinturm weist ähnliche Gewölbeformen auf und diente der Kontrolle des Südostens. Der zweite Name bezeichnet denselben Turm und ergänzt seine bauliche Beschreibung um die örtliche Benennung.

Landschaft und Natur

Der Barranco del Arroyo Gargantón verbindet Bergvegetation mit Felswänden. Zu dieser Vegetation gehören Weißdorn- und Hornstrauchbestände. Die Felswände dienen verschiedenen Vogelarten als Rückzugsort, darunter Alpensegler, Rußsteinschmätzer und Turmfalken. Landschaft, Pflanzen und die genannten Vogelarten sind in dieser Beschreibung gemeinsam mit dem Barranco verbunden.

Die Cuevas del Chato y Baltibañas liegen in einer mediterranen Berglandschaft mit hochwertigen geologischen und geomorphologischen Formationen. Sie sind nur für erfahrene Höhlenforscher geeignet. Die Bezeichnung der Höhlen steht somit zusammen mit den geologischen und geomorphologischen Formationen für einen klar abgegrenzten Teil der örtlichen Berglandschaft.

Feste und Küche

Vom 20. bis 22. August finden in Bélmez de la Moraleda die Fiestas de Moros y Cristianos statt. Zu ihnen gehören zweitägige Aufführungen der „Relaciones“. Der genannte Zeitraum umfasst drei Festtage, während sich die Aufführungen der „Relaciones“ über zwei Tage erstrecken.

Im Rahmen der Augustfeste zu Ehren von Nuestro Señor de la Vida findet ein Wettbewerb zur Zubereitung von Migas statt. Der Wettbewerb spiegelt die traditionelle Bedeutung des Gerichts vor Ort wider. Damit ist Migas sowohl als zubereitetes Gericht als auch im Zusammenhang mit einem örtlichen Wettbewerb überliefert.

Andrajos con liebre gehört zur Küche von Bélmez de la Moraleda und wird dort auch mit Sardellen zubereitet. Choto al ajillo gilt als Stargericht der hiesigen Küche. Die beiden Gerichte sind dabei mit unterschiedlichen Angaben verbunden: Für Andrajos con liebre ist die Zubereitung mit Sardellen genannt, während Choto al ajillo als Stargericht bezeichnet wird.

Weitere Einblicke

Das Centro de Interpretación de las Caras de Bélmez führt Besucher mit audiovisuellen und grafischen Materialien durch die Geschichte des Phänomens. Zu den behandelten Inhalten gehören die mediale Dokumentation des Phänomens, einschlägige Veröffentlichungen sowie verschiedene Theorien und Hypothesen. Die Ausstellungsthemen reichen damit von der medialen Dokumentation über Veröffentlichungen bis zu Theorien und Hypothesen.

Die Radroute C6 beginnt an der Plaza Nueva in Bélmez de la Moraleda. Der benannte Startpunkt liegt damit an einem konkreten Platz innerhalb des Ortes.

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