Ruta des los Pueblos Blancos

Ruta des los Pueblos Blancos Benaocaz, ein weißer Ort an der Ruta des los Pueblos Blancos.

Die Ruta de los Pueblos Blancos heißt auf deutsch „Die Straße der weißen Dörfer“. Es handelt sich dabei um eine Route im Süden von Andalusien, die durch malerische Bergdörfer führt. Die kleinen Orte haben alle die typischen weiß getünchten Häuser gemeinsam, die man häufig in Andalusien findet.

In der Regel waren es früher einmal römische oder phönizische Siedlungen, die dann von den Mauren zwischen dem 8. und 15. Jahrhundert erweitert wurden. Die historischen Ortskerne sind von engen, verwinkelten Gassen gekennzeichnet. Während die kleinen, weißen Häuser im maurischen Stil errichtet wurden, findet man in den Orten häufig noch Herrschaftshäuser und Kirchen im barocken, gotischen oder im Renaissance-Stil.

Die Route hat eine Gesamtlänge von rund 300 Kilometern und führt durch eine bergige, wunderschöne Naturlandschaft, in der man sicher den einen oder anderen Zwischenstopp einlegen möchte. Wenn man die komplette Route absolvieren möchte, muss man in der Regel zwei bis drei Tage einplanen. Während der Tour kann man auch gut Besuche der größeren Städte Malaga, Sevilla und Cádiz einplanen.

Da es im Sommer in Andalusien sehr heiß werden kann, eignen sich vor allem das Frühjahr und der Herbst für eine Fahrt über die Straße der weißen Dörfer. Alle Dörfer entlang der Route haben ihren eigenen Charme, doch einige Orte warten zusätzlich mit besonderen Sehenswürdigkeiten auf. In Espera faszinieren die Kirche Santa Maria de Gracia und eine Burganlage aus der Zeit der Mauren.

In dem Ort Benaocaz erwarten die Besucher eine wunderschöne Renaissance-Kirche und ein Rathaus im Stil des Barock. Villaluenga del Rosario verfügt über eine besondere Stierkampfarena. In Olvera gibt es ebenfalls eine Festungsanlage aus der Zeit der Mauren, eine wunderschöne Wallfahrtskapelle im Barock-Stil und die prachtvolle Kirche Nuestra Senora de la Encarnación.

Zu den bekannteren Orten gehören Grazalema, Arcos de la Frontera und Ronda. Wenn man auch nicht die komplette Route bewältigen kann, so sollte man doch zumindest den Besuch des einen oder anderen Ortes einplanen.

Foto: (under СС for commercial work) Juande-(JCS)/flickr.com